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HANNES VOSGERAU

PHOTOGRAPHY

UNTERWEGS II

Ich vor der Mein Schiff 2 im Hafen von Ibiza

Nachdem ich kurz vor Weihnachten wieder aus der Karibik zurück ins kalte, graue Deutschland geflogen bin und meine Zukunft - eine Ausbildung zum Hotelfachmann in einem 5-Sterne Hotel in Berlin - dingfest gemacht habe, hat mich doch das Kreuzfahrtfieber noch ein vorerst letztes Mal gepackt und für zweieinhalb Monate auf die Mein Schiff 2 ins Mittelmeer verschlagen.

Von Antalya ging es drei Runden durch das östliche Mittelmeer, dreimal starteten wir von Palma de Mallorca aus ins westliche Mittelmeer, zwischendrin die Transreise von Antalya nach Palma über Valletta und Palermo.

Die Ziele im westlichen Mittelmeer waren mir größtenteils schon aus dem ersten Vertrag auf der Mein Schiff 1 bekannt, einige, wie Villefranche, ein wunderschöner, idyllischer Nachbarort von Monaco an der Côte d'Azur, Toulon, von wo aus es auf Ausflug nach St. Tropez und Port Grimaud ging oder Ibiza-Stadt waren allerdings neu für mich. Die Destinationen im östlichen Mittelmeer waren bis auf Istanbul ebenfalls neu für mich. Hier ging es beispielsweise nach Marmaris, ein ruhiger Ort im Südwesten der Türkei, von Kuşadası auf Ausflug in die Ruinen der Stadt Ephesus und auf Rundfahrt über Zypern.


I. Östliches Mittelmeer

Von Antalya habe ich, außer eines wundervollen Landeanfluges, vorbei an schneebedeckten Bergen trotz dreißig Grad warmen Sonnenscheines am Boden nicht viel sehen können, da hier der Passagierwechsel, im Fachjargon 'Embarkation Day', stattfand. Heißt, alle 'alten' Passagiere fliegen wieder nach Haus, neue Passagiere checken ein. Dieses Prozedere dauert durch die versetzten Ankünfte mit den Fliegern aus Deutschland einen ganzen Tag.

Wir - das Fototeam - stehen an diesem Tag in verschiedenen Schichten vom ersten Flieger am Morgen, bis zum letzten Flieger am Abend an der Pier und fotografieren die ankommenden Gäste vor der, für die Ankömmlinge, unwirklich großen Kulisse des Kreuzfahrtschiffes.

Nach dem Start in Antalya haben wir nach einem ruhigen Seetag in Griechenland angelegt. Von der Hafenstadt Piräus in der unser Bötchen lag, haben sich die meisten Passagiere mit einem Ausflug oder auf eigene Faust, aufgemacht in die griechische Hauptstadt Athen. Nach recht kurzer Fahrt war schon die Akropolis erreicht, welche tausendfach von jedermann fotografiert wurde.

Ein anderer, etwas kleinerer Anteil an Passagieren hat als Ausflug eine Bootsfahrt auf dem Kanal von Korinth gebucht. Der Kanal trennt das griechische Festland von der Halbinsel Peloponnes. Der Bau des 6,35km langen Kanals dauerte im 19. Jahrhundert etwa 12 Jahre. Er verbindet den Saronischen Golf mit dem Golf von Korinth.

Auch ich durfte hier mal Kapitän spielen.
Hier noch ein Bild von oben, aufgenommen von einer der fünf Brücken, die den Kanal überqueren.
An der Einfahrt zum Kanal

Zurück auf unserem großen Boot, machten wir uns nun auf den Weg nach Istanbul. Im Frühjahr 2014, als ich dies hier alles erlebte, war die Lage noch recht ruhig in der Türkei, heutzutage, etwa ein Jahr später, werden fast alle Kreuzfahrtschiffe umgeroutet. Halten also nicht mehr in Istanbul, sondern zum Beispiel in Chania, Griechenland.

Wir kamen letztes Jahr gegen Abend in der orientalischen Riesenstadt an, offiziell zählt Istanbul etwa 14 Millionen Einwohner, laut Touristenführer sind es aber etwa 3 - 4 Millionen mehr. Der Bosporus teilt die Stadt in zwei Teile, einer liegt in Europa, einer in Asien. Mit unzähligen Fähren oder per Auto oder Bus über die Brücken pendeln viele Einwohner tagtäglich von Asien nach Europa in das Zentrum der Stadt.

Ich zeige euch hier Bilder von der Bootsfahrt auf dem Bosporus bei einem der stärksten Gewitter die es dort laut Guide seit langem gab, sowie von der Stadtrundfahrt bei schönstem Sonnenschein.

Schöne Kulisse beim Anlegen im Hafen
Die Blaue Moschee
Der große Basaar
Viel Leben auf den Straßen
Die Bosporus Brücke - Verbindung zwischen zwei Kontinenten
Schlechtes Wetter in der Millionenstadt

Nach unserem fast zweitägigen Stop in Istanbul bleiben wir noch in der Türkei, in Kušadasi. Eine Stadt, die durch den Tourismus lebt. Shopping und Kultur heißt es hier. Mich interessiert hier aber mehr das Leben in den Wohnstraßen, als auf der Shoppingmeile.

Das Atatürk Denkmal steht oben auf dem Berg
Blick über die Stadt. Drei Schiffe liegen heute im Hafen

In der Nähe von Kušadasi liegt die antike Stadt Ephesus. In der Antike stellte sie eine der größten Städte dar und beherbergte mit dem Tempel der Artemis eines der Sieben Weltwunder dieser Zeit.

Nachdem wir am Abend die türkische Stadt Kušadasi wieder verlassen hatten, nahmen wir Kurs auf die griechische Trauminsel Santorini. Jeder Reisekatalog wird mit Bildern dieser malerischen Insel geschmückt. Und tatsächlich, wir wurden nicht enttäuscht. Wir lagen vor der Hafenstadt Thira und setzten mit unseren Tenderbooten über. Im Hafen angekommen gab es drei Wege nach oben in die Stadt, entweder eine Gondelfahrt, zu Fuß im Zickzack über 587 Stufen oder dieselbe Treppe auf dem Rücken eines Esels. Letzteres sollte man aus Gründen des Tierschutzes lieber nicht in Betracht ziehen..

Blick von der Mein Schiff 2 auf Thira
Unser Liegeplatz vor Thira, die Celebrity Constellation und Azamara Club Cruises sind mit von der Partie
Schon aus der Gondel hat man einen traumhaften Blick

Von Thira wandern wir nun an der Küste entlang zum Dorf Oia (gesprochen Ia), dieses beherbergt die schönsten Postkartenmotive der Insel.

Blick voraus
Blick zurück nach Thira
Angekommen in Oia
Auf dieser Trauminsel muss auch der Fotograf mal fotografiert werden

Zu Guter Letzt gibt es auch noch ein paar Bilder aus dem südlichen Dorf Athinios zu sehen. Hier kommen übrigens alle Fähren von den übrigen griechischen Inseln, wie auch die aus Athen an.

Im Sonnenuntergang verlassen wir nun Santorini und besuchen am nächsten Morgen die beschauliche türkische Hafenstadt Marmaris. Hier sind wir mit der Mein Schiff 2, trotz der wunderschönen Yachten, wieder das größte Schiff im Hafen. Marmaris bietet eine schöne Promenade einige Kilometer am Wasser entlang, gespickt mit netten Cafés und Bars. Zwischendrin befinden sich immer wieder kleine Moscheen wie auch Souvenier- und für die Türkei typische Fake-Shoppingläden. Mittendrin steht die robuste Burg, welche gegen kleines Eintrittsgeld besichtigt werden kann.

Verschiedene Ausblicke von der Burg im Zentrum der Stadt
Eine kleine Moschee von innen
Hier wird noch echte Handarbeit geleistet
Versteckspiel im Hafen

Unser nächster Hafen liegt wieder in Griechenland. Dieses Mal sind wir auf der bekannten Insel Rhodos in den Städten Lindos und Rhodos-Stadt unterwegs.

Die Akropolis von Lindos am höchsten Punkt der Stadt
Lindos von oben
Zwischenstop auf dem Weg zurück nach Rhodos-Stadt

Als letztes Ziel im östlichen Mittelmeer besuchen wir noch die Insel Zypern. Wir liegen in Limassol, der zweitgrößten Stadt im Süden der Insel. Nach einem Ausflug zu einigen sehr steinlastigen Sehenswürdigkeiten und Ausgrabungsstätten ist auch noch etwas Zeit durch die Stadt zu schlendern. Wir treffen unter Anderem auf einen alten Opi, der in seinem kleinen Lädchen an der Straße frisch gepressten Orangensaft anbietet - verdammt, war der gut. Selten so leckeren frischen O-Saft getrunken.. Aber der alte Mann war auch einmalig. Seht selbst. Er sammelt Postkarten von seiner Kundschaft, wir kommen ins Gespräch und er zeigt uns einen kleinen Teil seiner Schätze. Bestimmt an die 100 bis 200 Postkarten hat er aus aller Welt von Touristen geschickt bekommen. Das war eindeutig die Begegnung des Tages, ach was, der ganzen Reise!

Wir wünschen ihm noch ein langes Leben und viele Karten aus aller Welt

Nun zu dem steinigen Part ...

II. Westliches Mittelmeer

An dieser Stelle sind wir seit 30 Tagen im östlichen Mittelmeer - in Griechenland, der Türkei und auf Zypern - unterwegs. Es wird Zeit ins westliche Mittelmeer überzusetzen. Auf dem Weg zu unserem neuen Fahrtgebiet schippern wir Valletta und Palermo einmal an. Dann geht es ab / bis Palma dreimal im Kreis durch diesen Part des Mittelmeeres.

Kurzer Zwischenstop in Valletta mit schicken Nachbarboot

Angekommen in Palma unternehmen wir zu Fünft eine sehr entspannte Fahrradtour von der Stadt über Portixol zum allseits bekannten Ballermann - flüchteten dort nach einer Mittagspause mit Cocktail und Meerblick aber auch sehr schnell wieder.

Kurzer Halt im schönen Portixol

Die meisten Städte unserer Tour im westlichen Mittelmeer kenne ich nun schon aus meinem ersten Vertrag mit der Mein Schiff 1 in 2014. Doch eine noch unbekannte Stadt ist la Spezia in Italien. Von hier begleitete ich einen Ausflug nach Pisa sowie einen weiteren zu den Cinque Terre, den fünf malerischen Dörfern an der Westküste Italiens.

Mit großen Tenderbooten geht es diesmal aufs italienische Festland
Unser Kutter vor der Küste
Auf dem Piazza dei Miracoli - dem Platz der Wunder
Der berühmte schiefe Turm von Pisa .. er ist wirklich sehr schief..
Mein Lieblingsbild aus Pisa

10 Tage später gehts mit dem Boot von La Spezia zu zweien der Cinque Terre. Vernazza und Monterosso besuchen wir heute.

Vernazza

Monterosso

Ein weiterer Ort in dem ich zuvor noch nicht gewesen bin, ist Toulon in Südfrankreich. Bis jetzt war er mir nur als der Militärhafen Frankreichs bekannt. Und wirklich, bei der Einfahrt in den Hafen liegen links und rechts diverse Militärschiffe und sogar Flugzeugträger vor Anker.

Toulon an sich ist schon eine ganz nette Hafenstadt mit schönen Cafés und kleinen Lädchen. St. Tropez und Port Grimaud, etwa 70km weiter östlich gelegen, haben mir allerdings noch deutlich besser gefallen.

An diesem Strand ging Pablo Picasso immer baden und sich inspierieren
An der Côte d'Azur sind sogar die Friedhöfe idyllisch gelegen

Ein paar Kilometer weiter halten wir in Port Grimaud, einem kleinen Ort, der aufgrund seines etwa 6km langen Kanalsystems zu Recht klein Venedig genannt wird.

Auf Ibiza haben wir auch wieder bestes Wetter und tolle Gelegenheiten Fotos zu schießen. Die Architektur und die Landschaft sind auf dieser Nachbarinsel von Mallorca mindestens genauso schön.

Eine kleine Yacht im Hafen von Ibiza Stadt
Schöne Architektur